Verschwörungstheorien und Denk-Horizonte

«Verschwörungstheorie», ein zauberhaftes Wort. So wie nun schon seit längerem angewandt, hat es eine unglaubliche Macht entfaltet. Das geht so weit, dass der anständige, ahnungslose Bürger Angst vor dem eigenen Denken bekommen hat. Denn wie oft hat er schon einer Sache nachgedacht, bis er sich dabei ertappte, dass er auf einen Gedanken gekommen ist, der offiziell bereits als einer Spinnerei gleichenden Verschwörungstheorie entlarvt worden ist. Und das hat ihn verständlicherweise zweifeln lassen. Zweifeln an der eigenen Sicht der Dinge, zweifeln an den eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Das erlaubte Denk-Spektrum, gemäss inoffizieller Definition in den Mainstream-Medien, ist enger geworden. Es ähnelt einer zwar breiten, aber grauen Strasse durch eine bunte Landschaft, die nicht verlassen werden darf.

Nur gut, dass ich solche Medien bloss noch häppchenweise konsumiere. Ansonsten wären mir diese Zeilen gar nicht mehr möglich gewesen. Die Überlegung, dass der Begriff «Verschwörungstheorie» dazu benutzt werden könnte, um den Denkhorizont zu begrenzen, würde definitiv als eine solche verurteilt. Und dass mächtige Institutionen listige und schlechte Dinge tun könnten – ich weiss nicht, ob ein solcher Gedanke dem einfachen Bürger gemäss Mainstream noch erlaubt ist. Bestimmt sicher nicht im Zusammenhang mit Corona.

 

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